Dritter Weihnachtsfeiertag

Tradition geht auf Versprechen von Kriegsheimkehrern zurück – Gedenken an Opfer

In Ilsenbach wird traditionell ein dritter Weihnachtsfeiertag begangen. Der Tag erinnert daran, dass an einem 27. Dezember im Dorf Kriegsheimkehrer begrüßt wurden.

Ilsenbach. (lng) Die Ilsenbacher begingen traditionell den dritten Weihnachtsfeiertag. Jedes Jahr danken sie am 27. Dezember für die Rückkehr der Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg und gedenken der Gefallenen. Die Feier geht zurück auf ein Gelöbnis von Kriegsheimkehrern, die an diesem Tag wieder von ihren Lieben zu Hause begrüßt wurden.

Nach einem Festgottesdienst, den Kaplan Konrad Maria Ackermann in der Ilsenbacher Kirche „St. Johann“ zelebriert hatte, führte ein langer Zug zum Kriegerdenkmal vor dem Gotteshaus.

 

Neben den Bürgermeistern Lorenz Enslein, Thomas Härtl, Maria Sauer (alle Püchersreuth) sowie Boris Damzog (Störnstein) und einigen Gemeinderäten nahmen die Krieger- und Soldatenkameradschaften aus Püchersreuth und Ilsenbach sowie die Feuerwehren aus Lanz und Ilsenbach an der Gedenkfeier teil. Enslein forderte mehr Achtung für die Mitmenschen, mehr Verständnis und Hilfe für den Anderen ein.

Der Bürgermeister ging in seiner Ansprache auch auf das Gedenken an die Opfer ein, verwies jedoch auch auf die Verpflichtung für alle, dass es nicht wieder zu Kriegen kommt.

Das Gemeindeoberhaupt verlas die Namen, der in den beiden Weltkriegen gefallenen und vermissten Soldaten aus Auerberg, Botzersreuth, Ilsenbach, Lanz sowie Oberndorf und legte einen Kranz am Kriegerdenkmal nieder.

 

Dort hatte die Ilsenbacher Feuerwehr mit zwei Kameraden eine Ehrenwache gestellt. Daneben hatten sich die Fahnenabordnungen der Vereine aufgereiht. Die Blaskapelle Träger spielte das Lied „Ich hatt‘ einen Kameraden“ und die Bayernhymne, ehe nach der Gedenkfeier die Teilnehmer zum Gasthof Miedl marschierten.

 

Hier traf man sich wie alle Jahre zu einer deftigen Brotzeit und einem gemütlichen Frühschoppen.

 

Ludwig Kunz, Vorsitzender der Krieger- und Soldatenkameradschaft ging in einer Ansprache auf die Geschichte von Ilsenbach ein.

 

Quelle: Der Neue Tag, Montag 31. Dezember 2012

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